Tierheime: Zweite Chance für Fellnasen

Die Adoption ist aus Tierschutzsicht die beste Variante, auf den Hund zu kommen. In Wien können tierliebe Menschen Vierbeinern aus dem TierQuarTier Wien ein schönes neues Zuhause schenken.

© PID|Houdek© PID|Houdek

Einem Hund aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu geben, ist für das Tier von unschätzbarem Wert – und auch für die HalterInnen ein Gewinn, wenn einige wichtige Punkte beachtet werden. Tausende Hunde jeder Rasse und jeden Alters warten in den hiesigen Tierschutzhäusern darauf, dass verantwortungsbewusste Menschen sie zu sich holen.

Im TierQuarTier Wien finden auf einer Fläche von insgesamt 9.700 m² bis zu 150 in der Stadt Wien entlaufene, herrenlose, beschlagnahmte und abgenommenen Hunde, 300 Katzen und hunderte Kleintiere ein vorübergehendes Zuhause. Privatabgaben sind nicht möglich.

Die Tiere werden im TierQuarTier Wien bestens versorgt – bis sie auf passende neue Plätze vermittelt werden können. Für die medizinische Versorgung gibt es im TierQuarTier Wien eine eigene Ordination. Die Veterinärmedizinische Universität koordiniert die tierärztliche Betreuung des Tierbestandes im TierQuarTier Wien – auf dem letzten medizinischen Stand.

InteressentInnen finden die zu vermittelnden Hunde, Katzen und Kleintiere auf der Website vom TierQuarTier Wien. Ein Vergabeteam ermittelt – bei Hunden und Katzen mittels eines Interviewbogens –, ob das Wunschtier zu den Vorstellungen der Interessentin bzw. des Interessenten passt. Mittels diesem Interviewbogen werden die wichtigsten Eckdaten erfragt.

Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch erfolgt das persönliche Kennenlernen der Tiere. Hunde werden in eigenen Begegnungszonen vorgestellt. Um den Aufenthalt der Hunde so stressfrei wie möglich zu gestalten, ist ein Besuch im Hundebereich nicht möglich.

Vertrauenspatenschaft
Das TierQuarTier Wien bietet auch die Möglichkeit von Vertrauenspatenschaften. Diese können die Vorstufe für die Übernahme eines Hundes sein. Denn es gibt Hunde, die sich nur langsam an neue Menschen gewöhnen. Bei ihnen ist es manchmal notwendig, sie über längere Zeit hinweg im TierQuarTier Wien zu besuchen und langsam eine Freundschaft aufzubauen. Sind sowohl Mensch und Hund dazu bereit, kann die Vertrauenspatenschaft beendet werden, eine Vergabe stattfinden und der Hund in sein neues Zuhause einziehen.

Pflegestellen
Manche Tiere im TierQuarTier Wien brauchen besonders viel Unterstützung von tierlieben Menschen. Dies sind vor allem Schützlinge, die oft noch sehr jung oder schon sehr alt sind, aber auch Tiere, die es in ihrem bisherigen Leben nicht so leicht hatten. Sie werden auf Pflegestellen vergeben, wo sie die oft notwendige Intensivbetreuung erhalten. Gesucht werden immer wieder Menschen, die Tiere auf Pflegestelle übernehmen.

Kontakt zum TierQuarTier Wien:

TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien
Telefon: 01 734 11 02-0
E-Mail: office@tierquartier.at
www.tierquartier.at

TierQuarTier Wien

Vorsicht bei Auslandstierschutz

Besonders bei Tieren, deren Herkunft und Geschichte unbekannt ist oder die erst seit kurzem in der Obhut von Tierschutzeinrichtungen sind, kann eine Eingliederung in die Familie und den Lebensalltag mit besonderen Herausforderungen verbunden sein. Wer wenig über die Erfahrungen, Erlebnisse und speziellen Bedürfnisse des Tieres weiß, muss viel Einfühlungsvermögen und Bereitschaft, den Hund bei seinem Neustart zu unterstützen, mitbringen.

Speziell bei großen Hunden kann es sonst passieren, dass die neuen HalterInnen nicht mit ihnen zurechtkommen und sie wieder ins Tierschutzhaus bringen. Dies ist besonders im sogenannten Auslandstierschutz ein relevantes Thema, bei dem mitunter Tiere aus unbekannten oder zweifelhaften Quellen vermittelt werden. 

Grundsätzlich gilt: Für ein harmonisches Zusammenleben ist eine gute Beratung unerlässlich. Gut geführte und seriöse Tierschutzhäuser und -vereine bieten die Möglichkeit, das Tier bei Besuchen und gemeinsamen Spaziergängen im Vorfeld der Adoption kennen zu lernen. Auch wird unter Umständen von der Aufnahme eines Hundes abgeraten werden, wenn zu befürchten ist, dass das Tier und die InteressentInnen nicht zueinander passen.

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