Was Fiffi braucht - und was ihm nicht taugt

Näpfe, Spielzeug, Leinen - der Markt an Zubehör für Hunde ist riesig. Worauf Sie beim Kauf der Ausstattung achten sollten und was auf keinen Fall ins Haus kommen darf, lesen Sie hier.

© TOW© TOW

Brustgeschirr und Halsband

Brustgeschirr und Halsband sollten nicht zu schmal sein. Dem Brustgeschirr sollte man den Vorrang vor dem Halsband geben, denn die Kräfteverteilung beim Brustgeschirr schont die Wirbelsäule. Achten Sie bitte auf die exakte Passform. Als Material sind Nylon, Textil oder weiches Leder geeignet.

Leine

Die Leine sollte in einer Länge gewählt werden, dass der Hund jederzeit kontrollierbar ist, aber in keine unnatürliche Haltung gezwungen wird. Kurzführleine sind somit ungeeignet. Die im Handel üblichen „Flexileinen“ (= Ausziehleinen) sind nur bedingt empfehlenswert und für einen Einsatz in der Stadt nicht geeignet.

Maulkorb

Der Maulkorb muss der Größe und der Kopfform des Hundes angepasst und luftdurchlässig sein und dem Hund das Hecheln und die Wasseraufnahme ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie im Folder "Der passende Maulkorb für Ihren Hund" der Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz.

Schlafplatz

Ein Korb mit erhöhtem Rand, eine weiche Unterlage, eine Matte oder – etwa bei größeren Hunden – eine Decke oder Matratze an einem ruhigen, zugfreien Ort ist als Schlafplatz geeignet. Keinesfalls jedoch kalter Steinboden! Für Welpen sind Kunststoffkörbe ideal, die nicht so sehr zum Nagen verleiten wie Flechtkörbe. Wenn der Hund ruht, sollten Störungen vermieden werden.

Fressgeschirr und Reisewasserflasche

Eine rutschfeste Schüssel für frisches Wasser – das immer in ausreichender Menge vorhanden sein muss – und eine rutschfeste Schüssel für das Futter sind als Fressgeschirr geeignet. Diese Gefäße können z.B. aus glasiertem Ton oder aus Metall sein. Das Fressgeschirr muss täglich gereinigt werden. Für Hunde mit langen Ohren sind hohe schmale Näpfe zu verwenden, die die Ohren vor Verschmutzung schützen. Bei längeren Spaziergängen sollten immer eine Wasserflasche und ein kleiner Napf mitgeführt werden.

Spielzeug

Kautschukspielzeug, Beißringe oder Seilspielzeug sind ideal. Bitte darauf achten, dass unschädliche Materialien verwendet werden. Vorsicht bei Stofftieren, denn diese enthalten oft verschluckbare Teile, die mit einem spitzen Draht (Verletzungsgefahr) befestigt sind.

Gesetzlich verboten ist die Verwendung von:

  • Würgehalsbändern ohne Stopp, Kettenwürgern
  • Stachel- und Korallenhalsbändern (Erwerb, In-Verkehr-Bringen und Besitz sind ebenfalls verboten)
  • Elektrisierenden oder chemischen Dressurgeräten (Erwerb, In-Verkehr-Bringen und Besitz sind ebenfalls verboten)

Aus Tierwohlsicht nicht geeignet sind:

  • Kopfhalfter („Halti“): Ein Kopfhalfter wie das „Halti“ ist eine Schlaufe, die locker über der Hundeschnauze liegt und an der ein Ring zur Verbindung mit einer Leine angebracht ist. Es stellt eine Führhilfe dar, ist aber kein Ersatz für Leine, Halsband, Brustgeschirr oder Maulkorb. Bei unsachgemäßer Anwendung besteht Verletzungsgefahr, Schädigungen der Halswirbelsäule sind möglich.
  • Maulschlaufen und Nylon-Maulkörbe: Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Eine Maulschlaufe umschließt den Fang des Hundes so, dass dieser nicht mehr geöffnet werden kann. Das bedeutet, dass das lebenswichtige Hecheln und der Temperaturausgleich nicht mehr möglich sind.
  • Zwillingsleinen: Mit Zwillingsleinen werden die Hunde näher beieinander geführt als es ihnen von Natur aus lieb ist. Die erzwungene und anhaltende Unterschreitung der Individualdistanz beeinträchtigt die Hunde in ihrem artspezifischen Verhalten und führt zu Stress.
  • Ausziehleinen: Durch das abrupte Stoppen oder Heranziehen besteht bei Auszieh- oder Flexi-Leinen eine hohe Verletzungsgefahr für die Hunde. Zudem kann die große Distanz zwischen Hund und HalterIn negative Auswirkungen auf die Leinenführigkeit des Hundes haben.
  • Nicht-funktionale Kleidung und Accessoires: Egal ob es der lustige Hoodie oder die süße Haarschleife ist – wenn keine medizinische Indikation oder zumindest die Absicht, den Hund vor Kälte und Witterung zu schützen, vorliegt, dann sind Hundebekleidung und Accessoires strikt abzulehnen. Ein Hund ist keine Anziehpuppe, sondern ein Lebewesen, das ein Recht auf die Wahrung seiner Würde hat.
  • Spielsachen aus ungeeignetem Material: Für Welpen ist Quietschspielzeug ungeeignet, da es das Erlernen der Beißhemmung erschweren kann. Weiters sind sämtliche Artikel, bei denen die Gefahr der Vergiftung, der Verletzung durch Zerbeißen (v.a. leicht splitterndes Plastikmaterial) oder des Verschluckens von Einzelteilen besteht, nicht für Ihren Hund geeignet.
  • Erziehungsmittel, die auf Erschrecken und Angst abzielen: Hierzu gehören zum Beispiel Wurfketten, Discs, Wasserpistolen oder Sprühflaschen.

Kleiner Tipp: Im Download-Bereich finden Sie Folder zum passenden Brustgeschirr und zum passenden Halsband für Ihren Hund.

Share this pageFacebookTwitterDrucken

Um Ihnen den bestmöglichen Service bieten zu können, verwendet diese Website Cookies und Services (z.B. Google Maps) von Drittanbietern. Mit der Benutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen

OK