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Was Fiffi braucht - und was ihm nicht taugt

Näpfe, Spielzeug, Leinen, Pullover und Mantel sowie Kostüme - der Markt an Zubehör für Hunde ist riesig. Vor allem Bekleidung für Tiere hat in der Herbst- und Weihnachtszeit Hochsaison. Worauf Sie beim Kauf der Ausstattung achten sollten und was auf keinen Fall ins Haus kommen darf, lesen Sie hier.

© TOW© TOW

Ein Pullover für Burli, ein Regenmantel für Jacko, Schühchen für Diva – im Herbst und Winter sind auf den Straßen wieder viele Hunde unterwegs, die Bekleidung tragen. Mittlerweile gibt es für Hunde Gewand und Accessoires jeglicher Art in Geschäften und im Internet zu kaufen. 

Ein Batman-Umhang oder ein Schneemann-Kostüm für den Liebling? Aus Tierschutzsicht gibt es hier ein ganz klares NEIN. Für Hunde gibt es eindeutige Regeln, wann ein Kleidungsstück angebracht ist und wann nicht.

Grundsätzlich gilt: Bekleidung ist nur dann akzeptabel, wenn es einen vernünftigen Grund dafür gibt. Nicht-funktionale Kleidung und Accessoires sind strikt abzulehnen. Ein Tier ist keine Anziehpuppe, sondern ein Lebewesen, das ein Recht auf die Wahrung seiner Würde hat.

Gründe, die das (temporäre) Bekleiden eines Tieres rechtfertigen, können sein:

  • Medizinische Notwendigkeit: Nach Eingriffen können Vierbeiner durch ein passendes Kleidungsstück am Wundenlecken gehindert werden.
  • Schutz vor Witterung: Bei einigen Hunderassen kann eine Bekleidung, die vor Kälte, Nässe oder auch Sonne schützt, notwendig sein, da den Tieren die natürlichen Schutzmechanismen gezielt weggezüchtet wurden. Auch bei älteren Tieren oder sehr jungen Tieren kann bei besonders niedrigen oder besonders hohen Temperaturen ein wärmender Mantel oder eine Kühlweste sinnvoll sein. Besprechen Sie dies bitte mit Ihrer/m behandelnder/n Tierärztin/Tierarzt.
  • Schutz vor Streusalz: Manche Hundepfoten reagieren extrem empfindlich auf Streusalz. Wenn andere Maßnahmen (Pfoten nach jedem Spaziergang mit warmen Wasser reinigen und mit fetthaltiger Creme eincremen) nicht ausreichen, können Hundeschuhe hilfreich sein.

Brustgeschirr und Halsband

Brustgeschirr und Halsband sollten nicht zu schmal sein. Dem Brustgeschirr sollte man den Vorrang vor dem Halsband geben, denn die Kräfteverteilung beim Brustgeschirr schont die Wirbelsäule. Achten Sie bitte auf die exakte Passform. Als Material sind Nylon, Textil oder weiches Leder geeignet.

Leine

Die Leine sollte in einer Länge gewählt werden, dass der Hund jederzeit kontrollierbar ist, aber in keine unnatürliche Haltung gezwungen wird. Kurzführleine sind somit ungeeignet. Die im Handel üblichen „Flexileinen“ (= Ausziehleinen) sind nur bedingt empfehlenswert und für einen Einsatz in der Stadt nicht geeignet.

Maulkorb

Der Maulkorb muss der Größe und der Kopfform des Hundes angepasst und luftdurchlässig sein und dem Hund das Hecheln und die Wasseraufnahme ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie im Folder "Der passende Maulkorb für Ihren Hund" der Fachstelle für tiergerechte Tierhaltung und Tierschutz.

Schlafplatz

Ein Korb mit erhöhtem Rand, eine weiche Unterlage, eine Matte oder – etwa bei größeren Hunden – eine Decke oder Matratze an einem ruhigen, zugfreien Ort ist als Schlafplatz geeignet. Keinesfalls jedoch kalter Steinboden! Für Welpen sind Kunststoffkörbe ideal, die nicht so sehr zum Nagen verleiten wie Flechtkörbe. Wenn der Hund ruht, sollten Störungen vermieden werden.

Fressgeschirr und Reisewasserflasche

Eine rutschfeste Schüssel für frisches Wasser – das immer in ausreichender Menge vorhanden sein muss – und eine rutschfeste Schüssel für das Futter sind als Fressgeschirr geeignet. Diese Gefäße können z.B. aus glasiertem Ton oder aus Metall sein. Das Fressgeschirr muss täglich gereinigt werden. Für Hunde mit langen Ohren sind hohe schmale Näpfe zu verwenden, die die Ohren vor Verschmutzung schützen. Bei längeren Spaziergängen sollten immer eine Wasserflasche und ein kleiner Napf mitgeführt werden.

Spielzeug

Kautschukspielzeug, Beißringe oder Seilspielzeug sind ideal. Bitte darauf achten, dass unschädliche Materialien verwendet werden. Vorsicht bei Stofftieren, denn diese enthalten oft verschluckbare Teile, die mit einem spitzen Draht (Verletzungsgefahr) befestigt sind.

Gesetzlich verboten ist die Verwendung von:

  • Würgehalsbändern ohne Stopp, Kettenwürgern
  • Stachel- und Korallenhalsbändern (Erwerb, In-Verkehr-Bringen und Besitz sind ebenfalls verboten)
  • Elektrisierenden oder chemischen Dressurgeräten (Erwerb, In-Verkehr-Bringen und Besitz sind ebenfalls verboten)

Aus Tierwohlsicht nicht geeignet sind:

  • Kopfhalfter („Halti“): Ein Kopfhalfter wie das „Halti“ ist eine Schlaufe, die locker über der Hundeschnauze liegt und an der ein Ring zur Verbindung mit einer Leine angebracht ist. Es stellt eine Führhilfe dar, ist aber kein Ersatz für Leine, Halsband, Brustgeschirr oder Maulkorb. Bei unsachgemäßer Anwendung besteht Verletzungsgefahr, Schädigungen der Halswirbelsäule sind möglich.
  • Maulschlaufen und Nylon-Maulkörbe: Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Eine Maulschlaufe umschließt den Fang des Hundes so, dass dieser nicht mehr geöffnet werden kann. Das bedeutet, dass das lebenswichtige Hecheln und der Temperaturausgleich nicht mehr möglich sind.
  • Zwillingsleinen: Mit Zwillingsleinen werden die Hunde näher beieinander geführt als es ihnen von Natur aus lieb ist. Die erzwungene und anhaltende Unterschreitung der Individualdistanz beeinträchtigt die Hunde in ihrem artspezifischen Verhalten und führt zu Stress.
  • Ausziehleinen: Durch das abrupte Stoppen oder Heranziehen besteht bei Auszieh- oder Flexi-Leinen eine hohe Verletzungsgefahr für die Hunde. Zudem kann die große Distanz zwischen Hund und HalterIn negative Auswirkungen auf die Leinenführigkeit des Hundes haben.
  • Nicht-funktionale Kleidung und Accessoires: Egal ob es der lustige Hoodie oder die süße Haarschleife ist – wenn keine medizinische Indikation oder zumindest die Absicht, den Hund vor Kälte und Witterung zu schützen, vorliegt, dann sind Hundebekleidung und Accessoires strikt abzulehnen. 
  • Spielsachen aus ungeeignetem Material: Für Welpen ist Quietschspielzeug ungeeignet, da es das Erlernen der Beißhemmung erschweren kann. Weiters sind sämtliche Artikel, bei denen die Gefahr der Vergiftung, der Verletzung durch Zerbeißen (v.a. leicht splitterndes Plastikmaterial) oder des Verschluckens von Einzelteilen besteht, nicht für Ihren Hund geeignet.
  • Erziehungsmittel, die auf Erschrecken und Angst abzielen: Hierzu gehören zum Beispiel Wurfketten, Discs, Wasserpistolen oder Sprühflaschen.

Kleiner Tipp: Im Download-Bereich finden Sie Folder zum passenden Brustgeschirr und zum passenden Halsband für Ihren Hund.

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